Guten Morgen
Alex öffnet die Augen, seine Hand schießt nach oben um ihn vor dem grellen Licht zu schützen. Verdammt wo ist er und warum ist es so Hell. Er dreht den Kopf und ein Schatten huscht über sein Gesicht. Langsam zieht er die Hand weg und blinzelt einige male. Es ist Tag, nun ja zumindest scheint die Sonne durch die Spalten der Rollos. Langsam kann er auch den Rest des Raumes erkennen, oder zumindest grob ausmachen dass er sich in einem Schlafzimmer befindet, genauer gesagt in einem Bett. Es ist dunkelrote Satin Bettwäsche die er unter der anderen Hand fühlt, und ganz klar nicht seine. Während auf dem Stuhl den er vor dem Fenster ausmachen kann, ganz klar ein Teil seiner Kleidung zu finden ist. Zumindest die Jeans die er vermutlich gestern noch getragen hat.
Ein schmatzen, von Rechts. Etwas rechts neben Alex hat gerade geschmatzt und es klang nicht nach dem Schmatzen eines fetten Mannes beim Pasteten Wettessen. Es richt auch nicht nach fetten Männern. Bevor Alex sich nach rechts drehen kann, fällt ihm neben der Jeans auf dem Boden seine Boxershorts auf. Wenn sie dort ist dürfte die Wahrscheinlichkeit dass sie sich zugleich auch noch in seinem Lendenbereich befindet sehr gering sein. Kurzum befindet er sich nun nackt, nur durch roten Satin bedeckt in einer Fremden Wohnung und rechts neben ihm hat es geschmatzt.
Sich nun einen Bruchteil seiner Situation bewusst, ist Alex nicht ganz sicher ob er wissen will was neben ihm gerade geschmatzt hat. Anderseits nun einfach auf zu stehen seine Sachen zu nehmen und Hals über Kopf den Raum zu verlassen kann auch in noch Unangenehmere Situationen führen, wer weiß schon was sich hinter der Tür befindet. Genau genommen weiß Alex nicht einmal wo sich die Tür Befindet, nur das sie nicht neben dem Fenster ist, was ihn auch nicht weiterverwundert. Das Schmatzen klang weiblich, eindeutig weiblich. Er würde sogar soweit gehen zu behaupten dass es jung klang. Eine junge weibliche Schmatzerin wird es falsch verstehen, wenn man wie von der Tarantel gestochen auf einmal ihr Schlafgemach verläst. Satin raschelt, jemand dreht sich neben ihm, wenn das Bett also nicht gerade extrem Breit ist, dürfte das drehen von der Schmatzerin kommen. „Hi“, erklingt es, ganz klar jung und weiblich, von rechts. Sie ist also wach und sie merkt das Alex wach ist, gut nicht weiter verwunderlich immerhin sitzt er Kerzengerade im Bett und blinzelt sich das Sonnenlicht und den Rest Schlaf aus den Augen. Aber was sagt man in einer solchen Situation, Alex entschließt sich nach gefühlten 10 Minuten zu einem:„Hi“ Scheinbar war das die richtige Antwort, es raschelt wieder und sie schlingt ihre Arme um seine Brust und legt ihren Kopf auf seine Schulter. Im Augenwinkel trifft das grelle Sonnenlicht auf eine blonde Strähne und wenn sein Rücken ihn nicht täuscht dürfte auch sie nicht mehr allzu viel am Lieb tragen.
An einem Morgen wie diesem möchte man dem Mann, und es kann ja wohl an einem Morgen wie diesem nur ein Mann gewesenen sein, der den Alkohol erfunden hat einen Ausgeben und sei es auch nur um am nächsten morgen wieder in einem wildfremden Bett, neben einer wildfremden Schönheit zu erwachen.












